Besondere Einsätze in den letzten Jahren
In diesem Bereich befassen wir uns nicht mir der ganzen Geschichte der Feuerwehr.
Zwar wurde sie schon im Jahr 1938 gegründet und hat im laufe der Zeit eine ganze Menge mitgemacht,
jedoch wissen wir das dass Thema Geschichte einen sehr trockenen Thementeil bietet.
Da er aber nicht ganz von der Seite verschwinden soll werden hier besondere Einsätze erwähnt.
Eisregen am 25. Dezember 2002
Bereits am 24. Dezember 2002 war absehbar, dass das Weihnachtsfest 2002 kein normales Weihnachtsfest werden sollte. Schon am frühen Morgen setzte sehr starker Eisregen ein. Da auch im Laufe des Nachmittag
der Eisregen nicht nach ließ, konnten viele Bäume die gewaltige Last des gefrorenen Regens nicht mehr tragen. Die Bäume stürzten oder knickten wie Streichhölzer einfach um. Den gesamten Heiligabend waren bereits viele Wehren im gesamten Kreisgebiet im Einsatz, um diese Hindernisse von Straßen, Gehwegen und sogar Gebäuden zu beseitigen. Auch in der Nacht vom Heiligabend zum 1. Weihnachtstag entspannte sich die Lage nicht. Gegen 9:30 Uhr wurde auch die Ortswehr Honerdingen zur Unterstützung der Walsroder Kameraden alarmiert. Bis ca. 17 Uhr dauerte der Einsatz. Dabei wurden Bäume in und um Walsrode beseitigt. Zum Haupteinsatzgebiet gehörte allerdings die A 27 bei den Abfahrten Walsrode. Hier wurden zahlreiche Bäume entfernt, die die Hauptspur unpassierbar machten.



Personenrettung in der Sandkuhle am 31. August 2002
Zusammen mit Freunden wollte ein Jugendlicher am Kiesteich in der Sandkuhle Honerdingen schwimmen. Als sich die Freunde im Wasser befanden, ist der Jugendliche an der sechs Meter hohen sandigen Steilwand herumgeklettert und hat dort zunächst in eine Aushöhlung geschaut. Als er begonnen hatte, die Aushöhlung zu erweitern, ist er kopfüber in der Höhle steckend, von herabstürzenden Sandmassen verschüttet worden. Die Freunde bemerkten den Vorfall und benachrichtigten unverzüglich per Handy die Rettungskräfte. Gegen 15.30 Uhr wurde die Ortswehr Honerdingen alarmiert. Beim Eintreffen des LF 8 waren bereits zwei Polizeibeamte damit beschäftigt, den Jugendlichen auszugraben. Zu diesem Zeitpunkt war der Verschüttete ca. 10 Minuten unter den Sandmassen begraben. Die Honerdinger Kameraden lösten die schon erschöpften Beamten bei Ihrer Arbeit ab und nach kurzer Zeit konnte der bewusstlose Jugendliche den bereits eingetroffenen Notarzt übergeben werden. Dieser begann unverzüglich mit den Reanimationsmaßnahmen. Nachdem der Kreislauf des Jugendlichen wieder stabil war, wurde er mit einem Rettungshubschrauber in einer Bremer Klinik geflogen.
Eine Woche später bedankten sich die Eltern in einer kleinen Zeitungsanzeige bei allen Helfern, die Ihren Sohn das Leben retteten.



Jahrhunderthochwasser an der Elbe,
Schnackenburg LK Lüchow- Dannenberg vom 19. bis 23. August 2002
Auch das Jahrhunderthochwasser an der Elbe wird auch in die Geschichte der Ortswehr Honerdingen eingehen. Den es sollte der längste Einsatz werden, der je geleistet wurde. Am 19. August 2002 trafen sich insgesamt 15 Mitglieder der Ortswehr Honerdingen schon um 4:30 Uhr am Geräte-haus. Besetzt werden mussten das LF 8 (1. Zug der Kreisbereitschaft Süd)
und der LKW Dekon-P (4.Zug der Kreisbereitschaft Süd).
Vom Sammelpunkt in Dorfmark machte sich gegen 5:00 Uhr die gesamte Kreisbereitschaft auf den Weg in den Landkreis Lüchow- Dannenberg. Ziel war die Stadt Schnackenburg. Am Einsatzort galt es, den Deich durch Sandsäcke zu erhöhen und in der zweiten Wochenhälfte den Deich am Deichfuß zu verstärken. Hierfür wurden neben den 1,2 und 3 Zug der Kreisbereitschaft Süd auch das THW, die Bundeswehr, die Polizei und das britische Militär eingesetzt. Der 4. Zug war für die Verpflegung von ca. 800 Einsatzkräften und für die Logistik verantwortlich. Am Mittwoch wurden die ersten Einsatzkräfte ausgewechselt. Darunter waren auch 5 Kameraden aus Honerdingen. Sie wurden ersetzt durch 3 Honerdinger und 2 Düshorner Kameraden. Die Ablösung wurde mit Bussen nach Schnackenburg gebracht.
Am Freitag den 23. August 2002 war der Einsatz in Schnackenburg für alle Einsatzkräfte aus dem Landkreis Soltau- Fallingbostel beendet und es wurde die Heimreise angetreten. Abgelöst wurde die Kreisbereitschaft Soltau- Fallingbostel Süd von Kräften der Hildesheimer Kreisbereitschaft. Der Deich war zwar in Schnackenburg akut gefährdet, er konnte aber durch den guten Einsatz von allen Helfern gehalten werden.







Auf dem Bild sind folgende Kameraden zu sehen (von Links): Stefan Warnecke, Rainer Grote, Heiko Feldmann, Harald Bruß, Burkhard Lechelt, Hans-Jürgen Lechelt, Michael Schlüter, Meike Lechelt, Jens Gerke, Florian Funk, Olaf Vesper, Lutz Lange. Auf dem Bild fehlen Stefan Weißenborn, Sven Grote, Ralf Jahns. Zur Ablösung gehörten aus Honerdingen Peter Kuhlmann, Marcel und Melanie Schönherr.
Gefahrguteinsatz in Kirchboitzen auf der B 209 am 21. Mai 2002
Am 21. Mai 2002 hatte die neugegründete Dekongruppe ihren ersten richtigen Einsatz. Ein mit Paraxylol beladener Lastwagen war von der Straße abgekommen und dabei beschädigt worden. Giftig und leicht entflammbare Flüssigkeit trat aus. Mit 13 Fahrzeugen, darunter das Gefahrgutfahrzeug und das Dekontaminationsfahrzeug des Landkreises in der Regie der Ortswehren Walsrode beziehungsweise Honerdingen, bekämpften die Feuerwehrleute den Schaden. Weitere eingesetzte Wehren kamen aus Bad Fallingbostel, Kirchboitzen und Groß Eilstorf. Ein glücklicher Umstand sorgte dafür, dass der Unfall nicht zu einem Unglück ausartete: Ein leerer Tankwagen der selben Firma war in der Gegenrichtung unterwegs, wie der verunglückte LKW und traf deshalb kurz nach dem Unfall an der Einsatzstelle ein. So konnte die gefährliche Flüssigkeit
aus dem beschädigten Tank schnell abgepumpt werden. Der Einsatz dauerte ca. 6 Stunden. Die Bundesstraße war für diese Zeit komplett gesperrt. Die Dekongruppe übernahm die Dekontamination der CSA Träger.




VU auf der B 209 am 19. Februar 2000
Zu einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 209 Zwischen Bad Fallingbostel und Honerdingen wurden am 19. Februar 2000 die Ortswehren Walsrode und Honerdingen alarmiert.
Gegen 14 Uhr fuhr ein britischer Autofahrer mit seinem PKW der Marke Porsche auf der B 209 Richtung Walsrode. In einer Linkskurve setze er zum Überholen an. Dabei übersah der Brite einen entgegenkommenden Audi. Beim Gegenlenkversuch verlor der Porschefahrer die Gewalt über sein Fahrzeug. Der Wagen geriet ins Schleudern und prallte in den Audi. Beim Zusammenstoß wurde der Porsche in zwei Teile zerrissen und der angeschnallte Fahrer herausgeschleudert. Beide Fahrzeugführer verletzten sich schwer. Der Audifahrer wurde mit hydraulischen Rettungsgerät aus seinem Fahrzeug befreit und mit dem Rettungshubschrauber in die Medizinische Hochschule nach Hannover geflogen. Der Porschefahrer wurde mit dem Rettungswagen in das Heidekreisklinikum nach Walsrode gebracht. Die B 209 war für anderthalb Stunden vollgesperrt.





Feuer am Neujahrsmorgen 2000 in Walsrode
Zum wohl frühsten Einsatz in einem Kalenderjahr wurde die Ortswehr Honerdingen am 01.01.2000 um 0:14 Uhr alarmiert. Zur Unterstützung der Walsroder Wehr bei einem Wohnungsbrand wurden die Honerdinger angefordert. Auf einem Balkon hatte sich dort gelagertes Sperrgut durch eine Silvesterrakete entzündet. Das Feuer hatte sich auch schon auf ein angrenzendes Zimmer ausgebreitet. Außerdem drohte das Feuer auf den Dachstuhl überzugreifen. Durch das schnelle Eingreifen der Walsroder Kameraden konnte aber dies verhindert werden und das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die Feuerwehr Honerdingen brauchte nicht mehr tätig werden.
Kleine Anmerkung noch: Durch den Jahrtausendwechsel war man sich nicht sicher, ob die Alarmierung auch noch im neuen Jahrhundert funktionieren würde (Computer-Crash). Nach dem Einsatz wusste man
aber, dass dieser besondere Jahreswechsel keinen Einfluß auf die Computer in der Leitstelle in Soltau hatte. Die Alarmierung funktionierte einwandfrei.


Gebäudebrand in Tietlingen am 18. November 1998
Zu einem Gebäudebrand wurden die Ortswehren Honerdingen und Bad Fallingbostel in den Morgenstunden des 18. November 1998 nach Tietlingen alarmiert. Dort brannte das Vereinsheim des örtlichen Schäferhundevereins. Das Feuer konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Der enorme Wasserbedarf konnte durch zwei B-Leitungen sichergestellt werden. Diese wurden durch Wasser aus dem Fluß Böhme gespeist. Am Gebäude entstand Totalschaden.
Das Feuer entstand durch Brandstiftung. Der Täter konnte nach wenigen Tagen ermittelt werden.


Hotelbrand in Tietlingen am 27. Februar 1986
Zu einem Gebäudebrand wurde die Ortswehr Honerdingen am 27. Februar 1986 alarmiert. Zur Unterstützung kamen die Feuerwehren Walsrode und Bad Fallingbostel. Es sollte einer der kältesten Einsätze werden, den die Honerdinger Wehr bis heute hatte. Bei minus 22 Grad gestalteten sich die Löscharbeiten als sehr schwierig. Ständig drohte das Löschwasser bei Nichtbenutzung der Strahlrohre in den Schläuchen einzufrieren. Außerdem bildeten sich um die Einsatzstelle große Eisflächen. Zum Glück verletzte sich keiner bei diesem ungewöhnlichen Einsatz. Am Hotel Sanssouci entstand erheblicher Schaden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis zum nächsten Morgen hin.


